Sinn der Heilreaktionen

Vor allem geht es hier um, die Möglichkeiten und Prinzipien der Naturheilkunde dar zu stellen.

Dabei lassen sich gelegentliche Warnungen vor problematischen Untersuchungen und Therapien der offiziellen Medizin nicht vermeiden. Diese soll hier aber nicht generell abgelehnt werden, denn sie ist in jenen Fällen unverzichtbar, in denen Lebensgefahr oder unerträgliches Leiden besteht. Da sie in großen Kliniken entwickelt wird, deren Aufgabe nicht eine echte Heilung bzw. die Wiederherstellung der Gesundheit, sondern die Lebensrettung und die Linderung schwerster oder unerträglicher Krankheitszustände ist, beschränkt sich ihr legitimer Einsatzbereich eigentlich auch nur hierauf.
Für die Behandlung „normaler“ Krankheiten – und diese sind ja in der Überzahl – ist sie von ihrem Konzept her wenig geeignet.

Rettungsmaßnahmen und Klinikbehandlung sind in der Regel nur auf kurze Sicht ausgelegt. Bei solch therapeutischen Eingriffen konzentriert man sich darauf, die momentane, gefährliche bzw. unerträgliche Situation zu entschärfen, nimmt man dabei aber eventuelle Verluste z.B. durch einen harmlosen Eingriff als „Kollateralschäden“ als Nebenwirkung in Kauf. Im Ernstfall ist das natürlich zu vertreten, erfordert aber anschließend eine natürliche Entgiftungs– und Regenerationstherapie. Überlegen Sie es sich sehr gut, wenn Sie allopatische (chemische) Medikamente nehmen oder auch operieren lassen wollen, ob das Risiko von schädlichen Nebenwirkungen in diesem vertretbar und unverzichtbar ist. Übrigens muss der Arzt laut einem Gerichtsurteil in jedem Fall prüfen, ob es nicht eine weniger gefährliche und heilsamere Alternative zur üblichen schulmedizinischen Therapie gib, die natürlich im Interesse des Patienten vorgezogen werden müsste.

Diese Alternative gibt es tatsächlich in der Mehrzahl der Fälle: es ist die Naturheilkunde bzw. die natürliche Medizin, die nicht gewaltsam eingreift, manipuliert, blockiert oder zerstört, sondern die natürlichen Selbstheilungskräfte des Organismus ohne Nebenwirkungen wieder herstellt oder stärkt, so dass er sich selbst heilen kann.

Wer Erfahrung mit der Naturheilkunde hat, weiß, dass mit ihrer Hilfe der größte Teil aller Krankheiten gebessert, geheilt und verhindert werden könnte und das nur in 20% der Falle eine schulmedizinische Therapie angebracht ist. Bitte bedenken Sie
• Dass ohne Überwindung oder Beseitigung der eigentlichen Krankheitsursachen keine Heilung möglich ist
• Dass die sogenannten Krankheiten in Wirklichkeit Maßnahmen sind, mit denen sich der Körper zu heilen versucht, also nützliche Heilreaktionen
• dass im Stress oder unter großer Belastung keine Heilung möglich ist (das gilt für psychische genauso für körperliche Belastungen).
• Dass ein kranker Körper nicht noch durch zusätzliche Nebenwirkungen belastet werden darf.—Auf jedem Fall alles vermeiden, was schadet“.
• dass die Heilung chronischer oder schwerer Krankheiten längere Zeit braucht. dass Entzündungen immer Heilreaktionen sind. Am Beispiel einer Cortisontherapie lässt sich gut erkennen: die damit erreichte Beschwerdefreiheit ist nicht Folge einer Heilung, sondern einer gewaltsamen Blockierung jener natürlichen Entzündungsreaktionen, mit denen sich der Organismus sich zu heilen versucht.
• Übrigens ist auch Fieber eine sinnvolle Abwehrreaktion des Körpers („eine Art Sondermüllverbrennung“); daher sollte es nur im Extremfall mit allopathischen Medikamenten unterdrückt werden.
• Dass das Verschwinden von Beschwerden im Rahmen einer unterdrückenden schulmedizinischen Therapie nicht das Zeichen einer Heilung ist, sondern im Gegenteil bedeutet, dass der Körper aufgrund zusätzlicher Schädigung bzw. Blockierung jetzt nicht einmal mehr in der Lage ist (unangenehme) Heilreaktionen einzuleiten. Solche Therapieeffekte sind echte Zeitbomben, die, sich mit der Zeit summierend, irgendwann hochgehen, vor allem als Alterskrankheiten.

Deshalb: heute schon an morgen denken!

Im Zweifelsfalle ist es besser, der Weisheit der Natur zu vertrauen und die inneren Selbstheilungskräfte in Ruhe gewähren zu lassen, statt mit blockierenden, betäubenden oder manipulierenden Medikamenten oder voreiligen Operationen eine schnelle Beschwerdefreiheit zu erzwingen.
Am besten machen Sie es wie Tiere: wenn Sie krank sind, gehen Sie in sich, ziehen Sie sich zurück und warten Sie, bis Sie wieder gesund sind.
In jedem Augenblick arbeitet ja der Körper an der Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Gesundheit, indem er entgiftet, reagiert, repariert und regeneriert. Wir müssen im dafür nur die erforderlichen natürlich Umstände verschaffen: Ruhe und seelischen Frieden, gesunde Ernährung und Umgebung, ausreichend Bewegung sowie kraftvolle, natürliche Heilmittel bzw. Anwendungen, die keine schädliche Nebenwirkungen haben

Schmerzen

Schmerzen haben zwei sinnvolle Funktionen: einerseits wollen sie uns von Aktivitäten abhalten, die die Heilung behindern (z.B. durch Schonung eines verletzten Körperteils), und anderseits wollen sie uns auf ein Krankheitsproblem aufmerksam machen und uns zwingen, es zu lösen. In der Schmerztherapie gibt es zwei unterschiedliche Konzepte: entweder man versucht, wie in der Naturheilkunde üblich, die zugrundeliegende Krankheit oder Störung zu überwinden und den Schmerz damit überflüssig zu machen oder man versucht, ihn durch eine Vergiftung bzw. Betäubung der schmerzempfindlichen Nerven unfühlbar zu machen. Die ist das übliche Vorgehen der offiziellen Medizin, die damit dem Wunsch entspricht, wo möglichst schnell von Schmerzen zu befreien ohne die ursächlichen Aspekte zu berücksichtigen. Die die Krankheit unbemerkt fortschreitet wird nicht beachtet.

Die Mittel, die üblicherweise eingesetzt werden, haben mehrere grundsätzliche negative Effekte;
• der Organismus wird dabei vergiftet und zusätzlich geschädigt.
• Wenn sie ihre Krankheit nicht mehr schmerzhaft fühlen, meinen die betäubten Menschen, alles sei in Ordnung, leben so weiter wie bisher.
• Unter dem Einfluss der wohltuenden Betäubung verlieren die Menschen die Fähigkeit, Schmerzen zu ertragen und werden mehr oder weniger süchtig nach Schmerzmitteln.

Abgesehen von extremen Schmerzen, ist es daher immer besser, die Schmerzen auszuhalten bis die Ursache geklärt ist oder der Körper sich selbst geheilt hat.

Versuchen Sie deshalb, falls Sie unter Schmerzen leiden, ihre Ursache zu ergründen und abzustellen (was zugegebenermaßen manchmal schwierig und langwierig ist) statt die Situation durch giftige Substanzen noch schlimmer zu machen. Gerade bei rheumatische Schmerzen besteht die Gefahr, dass die unterdrückenden, entzündungshemmenden Medikamente weitere und schwere Krankheiten hervorrufen.

Die meisten Schmerzen kann man aushalten, wenn man sie als wichtige Botschaften und Reaktionen des Körpers versteht. Sobald man sich dagegen sträubt oder sie für gefährliche Zeichen hält, verstärken sie sich. Gerade bei Krebserkrankungen werden Schmerzen, die in Wirklichkeit meist Begleiterscheinungen von Heilungsprozessen sind, für besonders schlimm gehalten. Dadurch erzeugen sie Panik und nehmen im subjektiven Empfinden an Stärke zu.

Auch wenn es noch so absurd klingen mag, betrachten Sie ihre Schmerzen als Freunde, die ihr Bestes wollen, die uns die bittere Wahrheit offen und ehrlich sagen, damit wir das Ruder herumwerfen können, statt uns durch angenehme, aber unwahre Bemerkungen zu beruhigen und uns damit auf einem falschen Weg weiterlaufen lassen.

Autor: Hermann H.

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